Kurzanalyse des Charts der Welt (Jagat Kundali) 2022

Hier ein paar Gedanken zum Chart der Welt für das Jahr 2022. Es handelt sich nicht um Vorhersagen, denn dafür bin ich noch zu sehr ein Neuling, was das Spezialgebiet der Mundan-Astrologie anbetrifft.


Rashi-Chart der Welt für das Jahr 2022 sowie Guna-Zuordnung der Grahas. Ort ist der globale Brahmasthan. Das Jahr dauert vom 14. April 2022 bis zum 14. April 2023.

Der Beginn eines neuen Tages in der Welt der Devas, der Beginn eines neuen Jahres in der Welt der Menschen.

Surya

Der neue Impuls für das Weltgeschehen wird von Surya verkörpert. Als Karaka des 1. Hauses schafft Surya die Voraussetzungen für den kraftvollen neuen Aktivitätsimpuls des beginnenden Jahres. Die Stellung von Surya im 12. Haus, dem Haus des Exils, der Fremde und des Niedergangs, zeigt an, dass der neue Impuls es schwer hat, sich zu entfalten. Noch weiter wird Surya dadurch behindert, dass er mit seinem Feind Budha und seinem Todfeind Rahu das Haus teilen muss. Shani, der Karaka des 12. Hauses, baut vom 9. Haus in Steinbock aus das Szenario im 12. Haus auf, das Surya behindert. Shani steht in dieser Stellung für althergebrachte Konzepte, die Sicherheit und Stabilität garantieren, aber weder innovativ noch freudevoll sind; das ist alles andere als förderlich für einen Erneuerungsimpuls. Mangal, der Herr des 12. Hauses, unterstützt Surya als bester Freund, steht aber seinerseits in Wassermann unter der Herrschaft von Shani.

Die partielle Sonnenfinsternis am 30. April dämpft und verfälscht den Erneuerungsimpuls bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Jahr.

Shukra und Mangal

Im 1. Haus nimmt Shukra als Herr den von Karaka Surya bereitgestellten, deutlich gehemmten Erneuerungsimpuls auf und will das Beste daraus machen. Surya und Shukra sind natürliche Feinde, aber temporäre Freunde, stehen also in der Summe neutral zueinander. Shukra ist andererseits bestens befreundet mit Shani, Budha und Rahu; Shukra ist mit der Unterdrückung des Erneuerungsimpulses einverstanden.

Shukra selbst steht in Wassermann stark im Zeichen ihres besten Freundes Shani und sehr einflussreich im 10. Haus. Shukras Aufgabe ist die Sicherstellung von Wohlstand und Sinnesfreuden (Herr des 1. Hauses/Stier) durch globale Zurückhaltung und Beruhigung (Shani-Zeichen Wassermann im 10. Haus). Also statt Neuerung alles wie bisher, um Wohlstand, wirtschaftliche Entwicklung und finanzielle Gewinne zu sichern.

Dieses Bestreben Shukras wird allerdings von Mangal empfindlich gestört, der mit Shukra im 10. Haus zusammensteht und bester Freund von Surya ist. Mangal ist als Herr des 12. und des 7. Hauses ein Übeltäter und ausgeprägter Maraka (todbringender Planet) für den Aszendenten Stier und Feind von Shukra; er steht für Krieg und Konflikt. Mangal aspektiert den Aszendenten, wodurch der Shukra-Mangal-Konflikt sowohl die Weltpolitik (Haus 10) als auch den zentralen Aktivitätsimpuls (Haus 1) in diesem Jahr prägt.

Insgesamt nimmt Mangal, gemäß Parashara der Oberbefehlhaber der Armee am Königshof der Planeten, eine sehr mächtige Position in diesem Chart ein. Er wirkt vom 10. Haus, dem einflussreichsten der vier Kendras (Eckhäuser) aus und steht in Konjunktion mit dem Aszendentenherrn; zudem aspektiert er sowohl den Aszendenten als auch den Mond.

Shukra und Mangal werden beide von Shani beherrscht. Shani ist bester Freund von Shukra und (nur) Freund von Mangal; er wird daher Shukra mehr unterstützen als Mangal.

Chandra

Chandra steht in einem Mundan-Horoskop für das Kollektivbewusstsein und in einem Welt-Chart für die Tendenzen des Weltbewusstseins. Chandra steht mittelmäßig stark (neutral) in Löwe, dem Zeichen der Herrschaft und der Macht, und günstig im 4. Haus, dessen Karaka er (bzw. sie) auch ist. Chandra wird von Surya beherrscht und unterstützt daher Suryas Erneuerungsimpuls. Dass Chandra von einem Graha beherrscht wird, der sich im 12. Haus befindet, bewirkt eine Stimmung von Pessimismus und Niedergang, was die Machtverhältnisse in der Welt anbetrifft.

Chandra aspektiert vom 4. Haus aus das 10. Haus mitsamt Mangal und Shukra. Chandra ist dabei neutral gegenüber Mangal, aber extrem feindlich gegenüber Shukra, dem Bewohner des 10. Hauses und ebenso gegenüber Budha und Shani, die Karaka und Herr des 10. sind. Chandra unterstützt daher im 10. Haus, dem Haus der Großmächte in der Welt, Konflikt und Unruhe (Mangal).

Chandra wird umgekehrt von Shukra und Mangal aspektiert und wird von deren Konflikt beeinflusst. Auch Rahu, der für Desintegration und Spaltung steht, aspektiert Chandra.

Das Weltbewusstsein steht also im Spannungsfeld von Beruhigung und Unruhe, Stagnation und Erneuerung, mit einer Präferenz für die Erneuerung, da Chandra von Surya beherrscht wird.

Shani

Shani ist als Herr des 9. und des 10. Hauses der einzige Rajayoga-Karaka im Rashi und zudem der Atmakaraka in diesem Chart; infolge seiner starken und einflussreichen Position und seiner Herrschaft über den Aszendentenherrn Shukra ist er der heimliche Herrscher des Rashi. Sein konservativer, stabilisierender Einfluss wird sich, was die konkrete Aktivität anbetrifft, in diesem Jahr durchsetzen. Auf das Kollektivbewusstsein der Welt (Chandra) hat er jedoch weniger Einfluss. Haus 9 ist prinzipiell das Haus der Lebensfreude und des Optimismus; diese Qualitäten wird der strenge und humorlose Shani sicherlich, trotz seiner starken Stellung im eigenen Zeichen, nicht hervorrufen können.

Mitte Januar 2023 bewegt Shani sich in das Zeichen Wassermann. Auch das ist sein eigenes Zeichen und Shani bleibt ein Rajayoga-Karaka. Durch die Bewegung vom 9. in das mächtigere 10. Haus nimmt sein beruhigender Einfluss auf das Weltgeschehen zu.

Guru

Guru hat sich nach langer Zeit endlich dem Einfluss von Shani entzogen und ist gerade in seinem eigenen Zeichen Fische angekommen. Vom 11. Haus aus hat er keinen sehr großen Einfluss auf das zentrale Weltgeschehen, aber sein vereinheitlichender und harmonisierender Einfluss kommt jetzt wieder mehr denjenigen zugute, denen Spiritualität und höheres Wissen (Veda, in Fische auch Vedanta) etwas bedeutet.

Rahu und Ketu

Rahu und Ketu befanden sich längere Zeit in ihren Zeichen der Erhöhung (Stier und Skorpion) und stehen jetzt weit weniger günstig. Rahu in Widder steht für unbewusste, triebhafte Aggressivität und Ketu in Waage manifestiert seinen Befreiungsimpuls auf der Ebene von Sinnesfreuden, was Chaos und Verwirrung im Bereich der menschlichen Beziehungen zur Folge hat. Die negativen Seiten der ungünstigen Stellung von Rahu und Ketu werden im Jahreshoroskop durch ihre Stellung in den Problemhäusern 12 und 6 hervorgehoben, wobei Ketu wenigstens noch in einem verbessernden Haus steht.

Dasha

2022 ist Shukra ganzjährig Mahadasha-Herrscher, was Shukras Einfluss noch einmal verstärkt.

Antardasha-Herr ist Ketu, der in Waage von Shukra beherrscht wird und als körperloser Graha im 6. Haus Shukras Auswirkungen hervorbringt. Shukra und Ketu arbeiten prinzipiell nicht harmonisch zusammen. Ketu ist die "höhere Oktave" von Mangal und Mangal ist der Gegenspieler von Shukra (Krieg und Frieden, Durchsetzung und Diplomatie usw.). Die temporäre Feindschaft zwischen Shukra und Ketu verstärkt ihren Gegensatz. Verfeindete Grahas bringen laut Maharishi Parashara in ihrer gemeinsamen Phase keine guten Auswirkungen hervor (BPHS 50.89). Dass Shukra und Ketu in Trikonas zueinander stehen, mindert ihren Konflikt etwas.

Shukra und Ketu wirken in Haus 10 und Haus 6 zusammen. Auseinandersetzungen (6.) zwischen Großmächten (10.) werden dadurch zum Thema. Shukra wirkt auf Beruhigung und Ausgleich hin, Ketu sorgt immer wieder für überraschend auftretende Konflikte und unerwartete Wendungen. Diese einander entgegengesetzten Tendenzen werden ja auch durch die Konjunktion von Shukra und Mangal im 10. Haus angezeigt; ist also ein zentrales Thema in diesem Jahr.

Nun zu den Pratyantardashas in der Ketu-Antardasha. Ich ordne diese Phasen einmal Maharishi Parasharas Aussagen zu. Mal sehen, ob das sich später im Rückblick auf das Jahr als sinnführend erweist.

Die Phasen-Kombinationen von Ketu mit anderen Grahas werden von Parashara fast durchgängig negativ beurteilt. Das hat vermutlich mit der unberechenbaren, schwer integrierbaren Natur von Ketu zu tun. Mir sind folgende Überlegungen dazu eingefallen: Ketu ist der Signifikator für Moksha, d. h. für Befreiung und Erleuchtung, für Transzendenz, Spiritualität und die unmittelbare Erfahrung des Atman, des absoluten Selbstes. Diese Erfahrung ist im Kali-Yuga äußerst rar. Wenn man das Selbst ignoriert, wird es zum Feind, was die folgenden Verse der Bhagavad-Gita klar zum Ausdruck bringen:

"Man soll sich selbst durch sein Selbst erheben – nicht soll man sein Selbst erniedrigen! Wahrlich: man selbst ist sich der einzige Freund und man selbst ist sich auch der einzige Feind. Für den, der sich selbst durch sein Selbst besiegt hat, ist das Selbst der Freund. Wer aber das Selbst nicht erobert hat, dessen Selbst tritt ihm feindlich wie ein Feind gegenüber" (BG Kapitel 6, Verse 5 und 6).

Ich stelle hier also die These auf, dass Ketu nur für diejenigen zum Feind wird, die sich nicht der Verwirklichung des Selbst widmen. Im Kali-Yuga ist das ein weit verbreitetes Phänomen, daher die überwiegend negative Bewertung von Ketu. In Parasharas Werk wird an mehreren Stellen deutlich, dass es zum Nutzen der Menschen im Kali-Yuga verfasst wurde.

Durch den Antardasha-Herrscher Ketu wird 2022 zu einem Jahr der Transformation. "Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen" sagt ein chinesisches Sprichwort.

Nun zu den Pratyantar-Dashas.

Das Jahr beginnt mit der Pratyantardasha von Ketu in der Antardasha von Ketu; diese dauert bis Anfang Mai. Parasharas Stichworte für diese Kombination von Antardasha und Pratyantardasha: "Plötzliche Katastrophe, Auswanderung in fremde Länder, Verlust von Wohlstand". All das ist bei der ungünstigen Stellung von Ketu im 6. Haus sicherlich ein Thema. Katastrophen, Flüchtlingsströme, Niedergang der Weltwirtschaft.

Ketu-Shukra von Anfang Mai bis Mitte Juli. Parashara: "Verlust von Wohlstand durch einen auswärtigen Herrscher, Augenleiden, Verlust von Vieh". In Anbetracht der gegenwärtigen Weltlage könnte man das übersetzen als Schaden durch wirtschaftliche Sanktionen, kurzsichtige politische Entscheidungen, Zerstörung von Lebensgrundlagen.

Ketu-Surya von Mitte Juli bis Anfang August: "Konflikte mit Freunden, vorzeitiger Tod, Niederlage, kontroverse Diskussionen". Also Uneinigkeit unter verbündeten Ländern, negative Folgen durch internationale Konflikte, Polemik und Propaganda.

Ketu-Chandra von Anfang August bis etwa Mitte September: "Verlust von Getreide, körperliche Leiden, Missverständnisse, Ruhr", d. h. Nahrungsmangel, Probleme im Gesundheitswesen und diplomatische Irritationen.

Ketu-Mangal von Mitte September bis Anfang Oktober: "Verletzung durch Waffen, Leiden durch Feuer, Gefahr durch niedrige Menschen und Feinde". Ins Moderne übersetzt und auf das Weltchart bezogen: Zunahme bewaffneter Auseinandersetzungen, Zerstörungen durch moderne Waffen, Gefahr durch profitgierige Oligarchen, Waffenhändler usw. (nur ein Interpretations-Vorschlag). Ketu-Mangal ist eine ausgesprochen explosive Kombination. Wovon der Text "nichts weiß" ist die Oberherrschaft des Mahadasha-Herrn Shukra, der immer auf eine Beruhigung der Konflikte hinwirkt, was ihm in dieser Phase allerdings nur schwer gelingen kann.

Ketu-Rahu von Anfang Oktober bis Mitte Dezember: "Gefahr durch Frauen und Feinde, von niederen Menschen verursachte Leiden". Eine schwierige Phase, in der die volle Spannung zwischen den Gegenpolen Rahu und Ketu aktiviert ist, die im vorliegenden Chart durch die Achse 12. Haus - 6. Haus an Brisanz gewinnt.

Ketu-Guru von Mitte Dezember 2022 bis Anfang Februar 2023: "Verlust von Freunden, Wohlstand und Gewändern, harte Vorwürfe im eigenen Heim, von allen Seiten Schwierigkeiten". Bündnispartner gehen verloren, wirtschaftliche Probleme, innenpolitische Zerwürfnisse. Die günstige Stellung von Guru dürfte die genannten Probleme abmildern.

Ketu-Shani von Anfang Februar 2023 bis Anfang/Mitte April 2023: "Tod von Vieh und von Freunden, körperliche Leiden, äußerst dürftiger Zugewinn an Wohlstand".

Ketu-Budha dann bis zum Jahresende: "Verlust der Urteilsfähigkeit, Aufregungen, Fehlschläge im Bereich der Erziehung und Bildung, Gefahren, Fehlschläge in allen Unternehmungen". Das Jahr endet chaotisch.

Finsternisse

Partielle Sonnenfinsternisse wird es am 30. April und am 25. Oktober geben, totale Mondfinsternisse Mitte Mai und Anfang November; da sind Yagyas angesagt.

Fazit dieser kurzen Betrachtung

Im äußeren Geschehen eine gewisse Beruhigung, Stabilisierung, aber auch Stagnation; zugleich infolge der Shukra-Ketu-Kombination immer wieder aufflammende Konflikte. Auf der Bewusstseins-Ebene prägen fortdauernde Spannungen – vor allem durch Machtkämpfe – dieses Jahr. Wirklich positive Entwicklungstendenzen sind ansatzweise vorhanden, können sich aber noch nicht wirklich durchsetzen. Das Jahr 2022, bzw. der Zeitraum von Mitte April 2022 bis Mitte April 2023, steht durch den Einfluss von Ketu im Zeichen der fortschreitenden Transformation des Weltbewusstseins.

Das Kurma-Chart für das Jagat Kundali 2022

Das Kurma-Chart ist ein sehr interessantes Chart, das auf den berühmten indischen Astrologen Varaha Mihira zurückgeht, den ich auf meinem allerersten Jyotish-Kurs kennengelernt hatte (siehe Seite "Mein Jyotish"). Kurma heißt Schildkröte. Das Kurma-Chart wird ganz speziell in der Mundanastrologie verwendet, um Planetenstände bestimmten Himmelsrichtungen zuzuordnen, jeweils mit dem Geburtsort als Zentrum. Das Kurmachart verwendet nicht die 12 Tierkreiszeichen, sondern die 27 Mondhäuser, die Nakshatras. Nakshatra 1 ist dabei Krittika, nicht Ashvini; das ist eine sehr alte, traditionale Zählweise der Nakshatras. Auf den globalen Brahmasthan bezogen sieht die Zuordnung dann so aus:

Die ersten 3 Nakshatras sind dem Zentrum, d. h. dem Geburtsort selbst, zugeordnet; die nächsten 3 Nakshatras sind im Osten, dem Kopf der Schildkröte; die nächsten 3 im Südosten, dem rechten Bein der Schildkröte usw. im Uhrzeigersinn.

Im Internet habe ich nur sehr allgemeine Ausführungen über das Kurma-Chart gefunden, keine wirklich zielführenden Anleitungen für dessen Verwendung. Ich weiß aber, dass sehr qualifizierte Jyotishis das Kurma-Chart verwenden, die aber ihr Wissen – ganz in Einklang mit den Anweisungen von Maharishi Parashara – nicht einfach so in die Welt hinausposaunen. Aber das muss einen ja nicht daran hindern, sich eigene Gedanken darüber zu machen.

Wenn man die Grahas in ihrer Stellung in den Nakshatras im Welt-Chart 2022 in die Kurma-Weltkarte einträgt, sieht das so aus:

Rahu im Nakshatra Krittika befindet sich im Zentrum in Indien. Chandra markiert Australien. Ketu lässt sich dem südlichen Afrika und Südamerika zuordnen. Bei Mangal und Shani wird es dann schwierig: Dhanishta ist das 3. Nakshatra im Nordwesten, also das Nördlichste der 3, "NWN"; Russland, nördliches Skandinavien, Grönland? Westrussland und Ukraine eher Nakshatra 20? Nordamerika würde ich eher dem nördlichsten Teil des Schwanzes der Schildkröte zuordnen, also dem Nakshatra 18, Purva Ashadha. Shukra und Guru fallen in den Osten Russlands. Surya und Budha kann man China zuordnen. Man sieht, ganz so einfach ist die Zuordnung nicht immer, besonders wenn man größere Entfernungen vom Zentrum aus miteinbezieht, was sich bei einem Weltchart ja nicht vermeiden lässt. Amerika liegt hier sowohl im Osten als auch im Westen; also Ostküste dem Westen zuordnen (Schwanz, linkes Hinterbein), Westküste dem Osten (Kopf, evtl. noch Teil der Vorderbeine)?

Ich hoffe, ich habe mich nicht zu sehr blamiert, was meine Geografie-Kenntnisse anbetrifft.

Wie interpretiert man das Kurma-Chart?

Die Frage ist, wie interpretiert man nun das Kurma-Chart? Für mich ist das erst einmal Neuland. Hier die ersten Überlegungen dazu:

Naheliegend scheint mir, das, was man über die Stellung eines Grahas in der Analyse des Rashi-Charts herausgefunden hat, dem geografischen Bereich zuzuordnen, den der Graha im Kurma-Chart einnimmt. Desintegration und zunehmende Aggression im Bereich Indien, Pakistan, Nepal (Rahu); Machtkämpfe in Australien (Chandra); Chaos, Freiheitskämpfe und soziale Unruhen im südlichen Afrika und Südamerika (Ketu); kriegerische Konflike und zugleich Stabilisierungs-Bemühungen in Russland, Nord-Skandinavien oder Grönland (Mangal, Shani); Friedensbestrebungen, spirituelles Erwachen und wirtschaftliche Erholung im Osten Russlands und angrenzenden Ländern (Shukra, Guru); konfliktreiche Neuerungs-Bestrebungen und heftige Diskussionen über Änderungen des generellen Kurses in China (Surya und der leicht verbrannte Budha). All das nur als erste Annäherungen.

Ebenfalls naheliegend ist es, in der Interpretation des Kurma-Charts verstärkt die Stellung der Grahas in den jeweiligen Nakshatras einzubeziehen und den Qualitäten der Nakshatras in Kombination mit den Eigenschaften der in ihnen befindlichen Grahas größere Bedeutung zuzumessen.

Soweit meine ersten Überlegungen zum Welt-Kurma-Chart. All das ist sehr experimentell. Demnächst hier vielleicht mehr dazu.